Warum einen Selbstwickelverdampfer und wie wickel ich den Verdampfer

 

Der Selbstwickelverdampfer bietet Potenzial für das individuelle Dampferlebnis. Man hat selber Einfluss auf den Widerstand, die Coilart und die  Leistung. Man hat viele verschiedene Drahtarten woraus man wählen kann ( siehe hier: Coilarten und Drahttypen). Und man ist nicht darauf angewiesen, auf Nachschub an Fertigcoils zu achten und kann durch wechseln der Watte auch mal schnell einen neuen Geschmack testen.

Man braucht nur ein wenig Draht/ einen Coil und eine Wickelhilfe mit dem gewünschten Innendurchmesser. Hierzu eignen sich speziell entworfene Wickelhilfen, die sogar verschiedene Durchmesser anbieten.

Den Draht in der passenden Länge abschneiden (ca. 8-12 cm) und um die Wickelhilfe drehen. Man kann die Drähte enganliegend wickeln ( Microcoil ) oder etwas Platz dazwischen lassen ( Spacecoil ) . Um es sich etwas einfacher zu machen gibt es auch fertig gedrehte Drähte in jeder Art und mit jeder Drahtart. Bei den Coilarten gibt es Vor- und Nachteile, da hilft nur ausprobieren, um das für sich optimale Setup zu finden.

Die Coil wird in die dafür vorgesehenen Öffnungen des Verdampfers verschraubt und die überschüssigen Enden abgeschnitten. Die Schrauben immer gleichmäßig und fest anziehen.

Der geregelte Akkuträger oder das Ohm-Meter zeigt jetzt auch den Widerstand an.

Als Nächstes folgt jetzt das Ausglühen der Coil. Es wird eine geringe Leistung ( ca. 30-40 Watt) am Akkuträger eingestellt und die Coil wird pulsierend erhitzt.

Hotspots werden nun sichtbar. Dies sind Stellen, die schneller und heller glühen. Diese Hotspots kann man entfernen, indem man mit einem nicht leitenden Gegenstand leicht über die Coil streicht ( z.B. eine Keramikzange ). Das wird solange wiederholt, bis die Hotspots komplett verschwunden sind.Wenn die Hotspots alle verschwunden sind lässt man die Coil erstmal abkühlen.

Wenn die Coils abgekühlt sind, wird die Watte in die Coil gezogen. Die Watte sollte nicht zu stramm oder zu locker in der Coil sitzen, aber die Coil sollte sich beim hin und herziehen der Watte nicht verbiegen oder Freiräume zwischen Watte und Coil entstehen.

 

Bei der Watte gibt es nur kleine Unterschiede und persönliche Vorlieben. Da hilft es einfach mal mehrere Hersteller aus zu probieren.

Jeder Verdampfer hat unterschiedliche Anforderungen an die „Bewattung“, da könnt ihr euch aber gerne bei uns informieren.

Es heißt grundsätzlich:

Je größer die Drahtoberfläche, an der watte anliegt, desto mehr Dampf und damit auch Geschmack
Je dünner der Draht, desto höher der Widerstand 
Je mehr Windungen und je höher der Innendurchmesser, desto höher der Widerstand bei gleicher Drahtart

Unterschiede bei den Drahtarten und Coiltypen

Was gibt es für Drahtarten…

 

Kanthal 

Eine Legierung aus Eisen, Chrom und Aluminium. Kanthal ist ein eingetragener Markenname. Meistens wird Kanthal A1 genutzt.

Kanthal hat einen hohen Widerstand und ist günstig. Kanthal heizt aber nicht so schnell auf und ist eher ungeeignet für Temperaturdampfen.

 

 

Edelstahl (z.B. SS316) 

bei Edelstahldrähten gibt es Unterschiede. Je nachdem wie die Metall Zusammensetzung ist.

Er hat einen niedrigen Widerstand und heizt schnell auf. Sie eignen sich für das temperaturgeregelte Dampfen.

 

 

Nickel (Ni200)

Ni200 Drähte sind ausschließlich für das temperaturgeregelte Dampfen geeignet. Es kann bei zu hohen Temperaturen giftige Stoffe entwickeln, die bei einer Nickelallergie zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.

 

 

NiChrom (z.B. Ni80)

NiChrom ist eine Zusammensetzung aus Nickel und Chrom, der Widerstand liegt relativ im mittleren Bereich. Wobei er sehr gut anheizt und schnell wieder abkühlt.Wegen dem Nickelanteil siehe Nickel 200.

 

 

Titan

Titan hat einen sehr niedriger Widerstand und wird ausschließlich nur temperaturgeregelt gedampft.

Achtung: Niemals Ausglühen oder im Wattmodus dampfen, Titan oxidiert und ist dann hochgiftig!

 

 

 

 

Unterschiedliche Coiltypen

 

Microcoil

 

 

 

 

Coil aus eng zusammenliegende Windungen, d.h. die Windungen berühren sich leicht so das eine “ Röhre“ entsteht.

 

Spaced Coil

 

 

 

 

Coil mit Abstände zwischen den Windungen.

 

Clapton 

                                                                                                                     

 

 

 

besteht aus einem innen liegenden Runddraht ummantelt von einem feinen Runddraht.

 

Fused Clapton

 

 

 

 

aus mehreren ( 2 oder mehr ) innen liegenden Runddrähten, ummantelt von einem feineren Runddraht

 

Alien

 

 

 

 

aus mehreren ( 2 oder mehr ) innen liegenden Runddrähten, ummantelt von einem geschwungenen Runddraht

 

 

Natürlich gibt es noch wesentlich mehr Arten von Coils aber Diese sind die am häufigsten genutzten Coils.

 

Wenn ihr Interesse an anderen Arten habt, dann kommt gerne in ein unserer Stores.

Die verschiedenen Bauarten von Selbstwickelverdampfern

Man unterscheidet bei Selbstwickelverdampfern zwischen den RTA, RDA oder RDTA.

Aber was bedeuten die Abkürzungen?

 

Hier die Abkürzungen im Überblick…

 

R     ebuildable/ aufbaubar
   ank/ Tank
A    tomizer/ Verdampfer

Ein RTA ist ein Selbstwickeltankverdampfer. Hierbei hat man kein Coil/ Verdampfer den man austauscht, sondern Die Drahtwicklung und die Watte für den Nachfluss selber einbauen muss. Dieser Verdampfer sammelt das Liquid in einem Tank. Optimal für Unterwegs.

 

R     ebuildable/ aufbaubar
D     ripping/ tröpfeln
A    tomizer/ Verdampfer

Ein RDA bzw. Tröpfler wobei man ebenfalls die Drahtwicklung und die Watte selbst einbauen muss. Das Liquid wird nach ein paar Zügen durch das Mundstück oder direkt auf die Watte getröpfelt. Wird meistens zum testen von Liquids genutzt.

 

R     ebuildable/ aufbaubar
D     ripping/ tröpfeln
T     ank/ Tank
A     tomizer/ Verdampfer

Ein RDTA verbindet die Vorteile eines RTA´s und des RDA´s. Man kann unterwegs das Liquid aus dem Tank dampfen oder auch mal einfach ein Liquid oben eintröpfeln zum probieren. Er hat oben liegende Wicklung der sich mit Kapillarwirkung über Dochte oder Schnur das Liquid aus dem unten liegenden Tank holt.

 

R     ebuildable/ aufbaubar
B     ase/ Basis
A    tomizer/ Verdampfer

 

Die RBA ist vom Grundsatz her eine Fertigcoil/ Verdampfer für Tanks. Hier ist die Besonderheit, dass man den Draht und die Watte im Inneren selber bestücken kann und nicht immer das ganze Bauteil austauschen muss.

 

Bei weiteren Fragen stehen wir euch in den Shops gerne zur Verfügung und ihr könnt euch mal einen Eindruck verschaffen.